Glaubensbekenntnis

 
(1) Gott | (2) Offenbarung Gottes | (3) Schöpfung und Meschheit | (4) Sünde und das Böse | (5) Erlösung | (6) Das Wesen der Gemeinde | (7) Das Leben der Gemeinde | (8) Mission der Gemeinde | (9) Die christliche Taufe | (10) Das Mahl des Herrn | (11) Jesus nachfolgen | (12) Single, Ehe und Familie | (13) Gesellschaft und Staat | (14) Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit | (15) Die Würde des menschlichen Lebens | (16) Verantwortungsbewusstes Leben | (17) Arbeit, Ruhe und der Tag des Herrn | (18) Der Sieg Christi

Artikel 1

Gott 

Wir glauben an den einen, wahren, lebendigen Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Gott ist unendlich weise und allmächtig, ein gerechter Richter, unerschöpflich an Liebe, die sich niemals ändert. Gott ist der König, der über alles Sichtbare und Unsichtbare herrscht und der Hirte, der Verlorene und Hilflose rettet. Gott ist eine Zuflucht und Burg für alle, die in Not sind. Gott ist ein verzehrendes Feuer, absolut heilig, doch voller Gnade und Geduld. Gott erzieht und tröstet wie eine liebende Mutter. Er ist wie ein fürsorglicher Vater und wie ein treuer Ehemann.

Wir bekennen Gott als ewigen Vater, Sohn und Heiligen Geist.

Gott, der Vater

Gott, der Vater, ist der Ursprung allen Lebens. In Ihm leben und existieren wir. Der Vater sucht Menschen, die Ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten und hört die Gebete aller, die Ihn anrufen. Der Vater sandte den Sohn zur Erlösung der Welt und nimmt durch Jesus Christus alle an, die dem Evangelium vertrauen. Er vergibt denen, die ihre Sünden bekennen und bereuen und den Bund des Glaubens mit Ihm eingehen. Gott gibt Seinen Kindern den Heiligen Geist als Tröster und Helfer. Mit rettender Liebe und der Macht seines Schöpferwortes erhält Er diese Welt bis zum Ende der Zeit.

Gott, der Sohn

Gott, der Sohn, durch den alle Dinge geschaffen wurden und der alles zusammenhält, ist das Abbild des unsichtbaren Gottes. Vom Heiligen Geist empfangen und geboren von der Jungfrau Maria, nahm Jesus menschliche Gestalt an, um die gefallene Welt zu erlösen. Als gehorsamer und sündloser Mensch offenbarte Er das Wesen und den Willen Gottes, des Vaters, und gab uns ein Vorbild eines erfüllten Lebens. Durch Wort und Tat verkündigte Jesus die Herrschaft Gottes, indem Er den Armen die Gute Nachricht brachte, die Gefangenen befreite und den Blinden das Augenlicht wiederherstellte. Jesus, der Christus, triumphierte durch Seinen Tod und Seine Auferstehung über die Sünde. Deshalb erhöhte Ihn Gott zum Herrn der Schöpfung und der Gemeinde. Als Menschenfreund und Retter der Welt lädt Er alle ein, sich mit Gott versöhnen zu lassen. Er bietet allen Menschen Frieden an und ruft sie auf, nicht sich selbst zu leben, sondern Ihm nachzufolgen, indem sie Sein Kreuz auf sich nehmen. Bis Jesus, der Herr, in Herrlichkeit zurückkehrt, tritt er als Fürsprecher für die Gläubigen ein und ruft sie auf, Seine Zeugen zu sein.

Gott, der Heilige Geist

Gott, der Heilige Geist, der eins ist mit dem Vater und dem Sohn, ist von ihnen gesandt, um im Menschen die Erlösung zu verwirklichen. Der Geist überzeugt Menschen von ihrer Sünde und gibt ihnen neues Leben. Er leitet sie in alle Wahrheit und verherrlicht Jesus Christus. Durch den Geist werden alle Gläubigen zu einem Leib getauft. Er wohnt in ihnen und bezeugt, dass sie Gottes Kinder sind. Er teilt Gaben für den Dienst zu und bevollmächtigt sie Zeugen zu sein und gute Frucht zu bringen. Als Tröster hilft der Heilige Geist den Kindern Gottes in ihrer Schwachheit, tritt für sie nach dem Willen Gottes ein und gibt ihnen die Gewissheit des ewigen Lebens.

1. Mose 1; 2. Mose 15,2-3; 2. Mose 34,6-7; 5. Mose 6,4-6; Psalm 23; Psalm 139; Jesaja 55,8-9; Jesaja 66,12-13; Jeremia 31,31 -34; Hosea 11,1-4; Matthäus 5-7; Matthäus 28,18-20; Markus 8,34-38; Lukas 4,18-19; Johannes 1,1-18; Johannes 4,24; Johannes 14,26; Johannes 16,7-15; Johannes 16,7-15; Apostelgeschichte 1,8; Apostelgeschichte 2,1-4; Römer 8,1-17.26-27; 1. Korinther 12,4-7.13; 1.Korinther 13-14; 1. Korinther 15,3-8; 2. Korinther 1,22; 2. Korinther 5,16-21; 2.Korinther 13,14; Galater 5,22-23; Epheser 1,13-2,22; Epheser 3,14-21; Philipper 2,6-11; Kolosser 1,15-20; 1. Timotheus 6,15-16; 2. Timotheus 2,11-13; Hebräer 1,3; 12,7-11; Hebräer 2, 5-18; 1. Petrus 2,21-25; 1. Johannes 2,2; Offenbarung 5,5-6+9-10.

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Artikel 2

Offenbarung Gottes 

Gott offenbart sich selbst

Wir glauben, dass Gott sich allen Menschen offenbart. Gottes Kraft und Wesen sind von Anfang an in der Schöpfung erkennbar. Das Alte Testa­ment offenbart Gott als denjenigen, der eine Bundesbeziehung zum Volk Israel begonnen hat, um dadurch alle Menschen mit seinem ewigen Erlösungsplan zu erreichen. Im Neuen Testament offenbart Er sich am deutlichsten und endgültig in Jesus Christus. Auch heute noch spricht Gott zu Einzelnen und der Gemeinde durch den Heiligen Geist, aber nie im Widerspruch zum geschriebenen Wort.

Das geschriebene Wort Gottes

Wir glauben, dass die ganze Bibel durch den Heiligen Geist von Gott inspiriert wurde. Derselbe Geist leitet die Glaubensgemeinschaft in der Auslegung der Schrift. Durch die Person, die Lehre und das Leben Jesu Christi verstehen wir die Bibel. Wir erkennen, wie Ihn das Alte Testament ankündigt und wie Ihn das Neue Testament verkündigt.

Wir anerkennen die Bibel als das unfehlbare Wort Gottes und die verbindliche Autorität für alle Glaubens- und Lebensfragen.

1. Mose 9,1-17; 1, Mose 12,1-3, 2. Mose 6,2-8: Psalm 19,1-11; Psalm 119; Matthäus 5,17-18; Lukas 24,27, 44-47; Johannes 1,16-18; Johannes 16,13; Apostelgeschichte 8,34-35; Römer 1,18-21; Hebräer 1,1-2; Hebräer 4,12; Kolosser 1,15-23; 2. Timotheus 3,14-­17; 2. Petrus 1,16-21.

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Artikel 3

Schöpfung und Menschheit 

Schöpfung

Wir glauben, dass Gott am Anfang Himmel und Erde schuf und alles gut war. Die Schöpfung preist die Weisheit und Macht Gottes und ruft alle auf, Ihn anzubeten. Sie bringt Gottes Souveränität, Majestät und Macht zum Ausdruck, unterscheidet sich jedoch von dem Schöpfer selbst. Gott ist Herr und Bewahrer des Universums, an dem er sich freut.

Menschheit

Gott schuf Menschen, damit sie mit ihm und miteinander in Gemeinschaft und in gesunden Beziehungen leben. Er schuf sie als Mann und Frau zu Seinem Ebenbild. Der Schöpfer gab ihnen den Auftrag Seine Schöpfung zu entfalten, zu bewahren und im Seinem Sinne zu verwalten. Er gab ihnen die Frei­heit sich für oder gegen Gott zu entscheiden. Durch den wissentlichen Ungehorsam von Adam und Eva kam die Sünde in diese Welt. Die Folge ist eine entstellte menschliche Natur und die Entfremdung von Gott und der Schöpfung. Seitdem steht sie unter dem Fluch des Verfalls und sowohl die Schöpfung als auch die Menschheit warten darauf, erlöst zu werden.

Die Hoffnung der neuen Schöpfung

Sünde, Schuld und Tod werden nicht ewig herrschen. Gott wird einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, wo es kein Böses, kein Leid und keinen Tod mehr geben wird. Die ersten Zeichen dieser neuen Schöpfung sind in den Wiedergeborenen und der lokalen Gemeinde schon gegenwärtig. In der Vollendung wird alles in Christus versöhnt und neu geschaffen.

1. Mose 1-3; Psalm 8,6: Psalm 19,1-6; Psalm 24,1-2; Psalm 89,12-13; Psalm 95,4-6: Psalm 104; Sprüche 8,22-31; Jesaja 40,12-31; Jesaja 44,24; Johannes 1,1-4; Johannes 17,5; Römer 1.19-20; Römer 5,17+21; Römer 6,4+5; Römer 8,18-25; 1. Korinther 8,6; 1. Korinther 15,20-27.53; 2. Korinther 3,18; 2. Korinther 4,6; 2. Korinther 5,16-19; Galater 6,15; Epheser 1,4;. 9-10; Epheser 2,11-22; Epheser 4,24; Kolosser 1,15-17; 1:Hebräer 11,3;

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Artikel 4

Sünde und das Böse 

Sünde und deren Folgen

Wir glauben, dass die ersten Menschen dem Bösen gehorchten und der Sünde erlagen. Dadurch haben alle Menschen die Herrlichkeit Gottes verloren. Die Sünde und das Böse haben in der Welt Fuß gefasst und widersetzen sich dem Willen Gottes. Dies entfremdet den Menschen von Gott, Seiner Schöpfung, Seinen Mitmenschen und sich selbst. Seitdem sündigen alle Menschen und leben getrennt von Gott. Gott bestraft dies mit dem physischen und geistlichen Tod.

Mächte und Gewalten

Die Sünde ist eine Macht, die zur Versklavung der Menschheit geführt hat. Satan, der Widersacher, will Herrscher der Schöpfung werden und nutzt die Sünde um den Menschen mit Stolz und Selbstsucht zu zerstören. Unter dem Einfluss der Sünde wenden sich die Menschen von Gott ab und ersetzen die Wahrheit durch Lüge. Anstatt dem Schöpfer zu dienen, beten sie die Schöpfung und das Böse an. Durch die Sünde öffnen sich Einzelne und Gruppen der Sklaverei dämonischer Mächte und Gewalten. Diese Mächte zeigen sich auch in politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, gesellschaftlichen und sogar religiösen Systemen, um Menschen von Wahrheit& Liebe und Recht & Gerechtigkeit abzubringen. Alle Worte, Taten, Gedanken und Einstellungen aller Menschen stehen unter der Herrschaft der Sünde. Die Menschen sind, auf sich selbst gestellt, dieser Macht hilflos ausgeliefert.

Die Gemeinschaft der Gläubigen ist aufgerufen, sich durch die Kraft des Heiligen Geistes diesen Mächten und Gewalten zu widersetzen und so Zeugnis für das Reich Gottes zu sein.

1. Mose 3; 1; Mose 6.11-12; Psalm 14,1-3; Psalm 36,1-4; Psalm 52.1­7; Psalm 58,1-5; Jesaja 53,6; HesekieI16,46-50; Amos 2,4-8; Markus 7,20-23; Johannes 8,34.44; Römer 1,21-32; Römer 3,9-18.23; Römer 5,12-14; Römer 18-19; Römer 6,20-23; Galater 5,19-21; Epheser 2,1-3; Epheser 6,12; 1. Petrus 5,8-9; 1. Johannes 1,8-10; Offenbarung 12,9.

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Artikel 5

Erlösung 

Gottes Initiative

Wir glauben, dass Gott begonnen hat Befreiung & Heilung und Erlösung & Erneuerung in einer Welt zu erwirken, die von Sünde beherrscht wird. Von Anbeginn der Zeiten war es Gottes Ziel für sich ein Volk zu schaffen, unter dem Er wohnen kann und das ein Zeugnis für alle Völker und Nationen sein soll. Hätte Gott nicht aus Liebe die Initiative ergriffen, hätte die ganze Menschheit keine Gemeinschaft mit Gott und keine Hoffnung auf Erlösung. Gottes Liebe zeigt sich am deutlichsten im Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi.

Gottes Plan

Die gesamte Weltgeschichte zeigt, dass Gott immer wieder mächtig gehandelt hat, um Menschen von der Sklaverei der Sünde zu befreien und sie zu einer echten Verbundenheit mit Ihm zu führen. Durch den stellvertretenden Tod seines Sohnes Jesus am Kreuz versöhnte er die ganze Welt mit sich selbst. Dadurch wurde Jesus der eine Mittler zwischen Gott und Menschheit. Wer Christus im Glauben annimmt, wird aus Gnade errettet. Nicht auf Grund eigener Leistungen, sondern als Geschenk Gottes. Gott vergibt denen, die dieses Geschenk annehmen, befreit sie von der Sklaverei der Sünde, schafft in ihnen neues Leben durch Christus und gibt ihnen Kraft durch den Heiligen Geist zur fortwährenden Erneuerung und Reinigung. Er vereint sie zu einem Leib, seiner Gemeinde und versiegelt sie für das ewige Leben. Wenn am Ende der Zeit die Sünde und der Tod endlich vernichtet und die Erlösten in dem neuen Himmel und der neuen Erde versammelt sind, wird Gott seinen Erlösungsplan vollendet haben.

Antwort der Menschen

Obwohl Jesus in eine von der Sünde beherrschten Welt kam, widerstand Er den Versuchungen und brach damit die Herrschaft der Sünde. Durch Sein gehorsames Leben, Seine bahnbrechende Lehre, Seine vollmächtigen Taten, Seinen Tod am Kreuz und Seine siegreiche Auferstehung hat Christus über Satan und die Mächte der Sünde und des Todes triumphiert. Damit hat Er für alle Menschen die Tür zu einem Leben in der Nachfolge geöffnet. Menschen, denen der Heilige Geist das Herz öffnet, wenden sich von der Sünde ab, vertrauen Gott ihr Leben an, bekennen Jesus Christus als Herrn und suchen die Gemeinschaft der Familie Gottes. Alle, die Christus angenommen haben, sind wiedergeboren, haben Frieden mit Gott und sind aufgerufen ihr Leben nach dem Wort Gottes auszurichten und somit sich gegenseitig zu lieben und in Frieden mit ihren Nächsten zu leben. Die von Gott Erlösten leben nicht mehr sich selbst, weil sie von der Sünde befreit und zu einem neuen Leben berufen wurden.

1. Mose 6,1-8; 1. Mose 15,2; 1. Mose 20,2; Psalm 68,19-20; Jesaja 43,1; Matthäus 4,1-11; Markus 10,45; Johannes 1,12; Johannes 3,1-21; Johannes 13,34-35; Johannes 16,8-11; Römer 3,24-26; Römer 5,8; Römer 12-21; Römer 8,18-25; Römer 10,9-10; 1. Korinther 1,18; 2. Korinther 5,14-21; Epheser 1,5-10; Epheser 1,13-14; Epheser 2,8-10; Kolosser 1,13-14; Kolosser 2,13-15; Hebräer 2,14-18; Hebräer 4,12-13; Hebräer 5,7-9; Hebräer 9,11-10.18-28; Hebräer 11,6; 1. Johannes 4,7-13; Offenbarung 5,9-14; Offenbarung 21,1-4.

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Artikel 6

Das Wesen der Gemeinde 

Von Gott berufen

Wir glauben, dass die Gemeinde das durch Jesus Christus herausgerufene Volk für Gott ist. Menschen, die diesem Ruf im Glauben folgen, werden durch das öffentliche Bekenntnis der Taufe Teil der örtlichen Gemeinde. Gemeindeglieder verpflichten sich Christus nachzufolgen, indem sie, befähigt durch die Kraft des Heiligen Geistes, ein Leben der Jüngerschaft führen und Ihn in ihrem Alltag bezeugen.

Der Leib Christi

Die Gemeinde der Gläubigen ist ein Leib und besteht aus Männern und Frauen jeder Nation, Rasse, Generation und gesellschaftlicher Stellung. Das Haupt dieses Leibes ist Christus. Die Gemeinde macht Christus durch ihre Liebe und Einheit im Geist in dieser Welt sichtbar. Sie besteht als örtliche und als weltweite Glaubensgemeinschaft.

Die Gemeinde erhält geistliche Nahrung und erlebt geistliche Erneuerung, wenn sie sich als Volk Gottes regelmäßig versammelt, Menschen für Christus gewinnt, in der Jüngerschaft wächst, sich als Dienstgemeinschaft versteht und die Ehre Gottes sucht.

Matthäus 16,13-20; Johannes 17,1-26; Apostelgeschichte 1,8; Apostelgeschichte 2,1-4; Apostelgeschichte 11,1-18; Apostelgeschichte 15,1-35; 1. Korinther 12,12-27; Galater 3,26-28; Epheser 1,18-23; Epheser 2,11-22; Epheser 4,4-6; 1. Petrus 2,9-12.­

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Artikel 7

Das Leben der Gemeinde 

Christen freuen sich an der Gemeinschaft mit Gott und anderen Gläubigen. Sie schließen sich durch Taufe und Aufnahme einer Ortsgemeinde an, verpflichten sich zum Aufbau des Leibes Christi und bezeugen die gute Nachricht der christlichen Hoffnung. In der Gemeinschaft wachsen Mitglieder zur vollen Reife in Christus, indem sie die Frucht des Geistes in ihrem Leben zeigen, ihre geistlichen Gaben anwenden und gegenseitige Verantwortung übernehmen das christliche Leben einzuüben.

Anbetung

Die Gemeinde zur Zeit des Neuen Testaments versammelte sich am ersten Tag der Woche um die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu feiern. Die anbetende Gemeinde feiert Gottes Treue und Gnade, erneuert ihre Treue zu Gott, erbaut die Mitglieder des Leibes und fragt nach Gottes Willen für ihr Leben und ihre Mission. Durch Lieder, Gebete, Verkündigung, kreative Beiträge, Gaben und Spenden sowie durch Taufe und Abendmahl betet sie Gott an und verkündigt die Gute Nachricht von Gottes Errettung.

Gegenseitige Verantwortlichkeit

Die Gemeinde ist eine Bundesgemeinschaft in der die Mitglieder in Glaubens- und Lebensfragen für einander verantwortlich sind. Sie lieben sich, sorgen für einander, beten für einander, teilen ihre Freuden und Lasten miteinander, ermutigen, ermahnen und korrigieren sich gegenseitig. Je nach Bedarf teilen sie auch materielle Mittel untereinander.

Lokale Gemeinden folgen dem neutestamentlichen Beispiel, indem sie bei übergemeindlichen Angelegenheiten in einem Geist der Liebe, gegenseitiger Achtung und Abhängigkeit zusammenarbeiten.

Die Gemeinde legt Gottes Willen aus, indem sie ermittelt, was richtig und was falsch ist. Alle Gläubigen rufen sich gegenseitig zur Verantwortung ein christusähnliches Leben im Glauben zu führen. Das Neue Testament gibt Anleitung wie in seelsorgerlicher Weise Konflikte zu lösen und Gemeindezucht auszuüben sind. Wo geschwisterliche Hilfe und Ermahnung nicht angenommen wird, ist die Gemeinde dafür verantwortlich Glieder, die weiter sündigen, aus ihrer Gemeinschaft auszuschließen. Die Gemeinde versucht weiterhin diese Personen zurück zu gewinnen. Sie ist gerne bereit zu vergeben und die Gemeinschaft wieder herzustellen mit denen, die Reue empfinden und Buße tun.

Gaben zum Dienst

Gott gibt jedem Gläubigen durch den Heiligen Geist Gaben für das Wohl des ganzen Leibes. Diese Gaben sollen im Dienst für Gott eingesetzt werden, sowohl zum Aufbau der Gemeinde als auch zur persönlichen Auferbauung und zum Zeugnis in der Welt. Alle in der Bibel beschriebenen Gnadengaben, sowohl Dienst- wie auch Lehr- und Wundergaben, haben auch heute noch in der Gemeinde ihren Platz.

Gott beruft und begabt einzelne Glieder für handwerkliche, kreative, diakonische und praktische Dienste. Sie sind wie alle anderen Gaben für die gegenseitige Erbauung und Mission der Gemeinde wichtig.

Gott beruft und begabt einzelne Glieder für leitende, pastorale, Predigt-, Lehr- und evangelistische Dienste um als Leitungsteam die Gemeinde für ihren Dienst zu befähigen. Im persönlichen Leben der Leiter, ihren Familien, im Beruf und der Gemeinde soll Christus deutlich erkennbar sein. Die Gemeinde soll unter Gebet und der Leitung des Heiligen Geistes solche Leiter erkennen und sie im Geist der Liebe bestätigen, unterstützen, respektieren und darauf achten, dass die gesunde Lehre nicht verlassen wird.

Gott beruft und begabt einzelne Glieder für die Auferbauung der Gemeinde durch Wundergaben. Diese stellen durch ihre besondere Art Gottes Größe und unsere Abhängigkeit von Ihm dar.

Alle Gaben und deren Ausübung werden von der geistgeleiteten Gemeinde geprüft und anerkannt.

Matthäus 5,13-16; Matthäus 22,34-40; Matthäus 28,18-20; Markus 1,15; Markus 12,28-34; Lukas 10,25-37; Lukas 24,45-49; Johannes 20,21-23; Apostelgeschichte 1,8; Römer 1,16-18; 2. Korinther 5,18-20; Epheser 3,10-11.
Matthäus 6,9-13; Matthäus 7,1-5; Matthäus 18,15-20; Johannes 13,1-20; Apostelgeschichte 2,37-47; Apostelgeschichte 20,7; Römer 12,3-8; 1. Korinther 5,1 -8; 1. Korinther 12-14; 1. Korinther 16,2; 2. Korinther 2,5-11; Galater 5,22-23; Galater 6,1-5; Epheser 4,11-16; 1. Timotheus 3,1-13; Titus 1,7-9; 1. Petrus 5,1-4.

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Artikel 8

Mission der Gemeinde 

Der Missionsauftrag und das Gebot der Nächstenliebe

Wir glauben, dass die Gute Nachricht der Erlösung Gottes durch Jesus Christus allen Menschen gilt. Christus befiehlt der Gemeinde in alle Welt zu gehen und aus allen Völkern Jünger zu machen, indem Menschen zur Buße aufgerufen und getauft werden und sie gelehrt werden Jesus nachzufolgen. Jünger und Jüngerinnen Jesu sollen Gott und ihre Nächsten lieben, indem sie die Gute Nachricht in Liebe und Wahrhaftigkeit, in Wort und Tat weitergeben. Das Evangelium ist die Kraft Gottes zur Errettung und ist fähig auch den natürlichen und sozialen Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden.

Jesus ist der einzige Weg

Wir glauben, dass die rettende Gnade Gottes in Jesus der einzige Weg ist um die Menschheit mit Gott zu versöhnen. Obwohl das Heil für alle da ist, haben nur solche die Gewissheit eines ewigen Lebens, die ihr Vertrauen auf den Herrn Jesus Christus setzen.

Die Zeugen

Die Gemeinde Christi bezeugt Gottes Herrschaft in dieser Welt. Als erlöste und herausgerufene Gemeinschaft offenbart die Gemeinde mit ihrem Leben die Absicht Gottes, nämlich die Versöhnung der Welt. An ihrer Liebe zueinander und ihrer Treue, selbst im Leid, entfaltet sich ihre missionarische Kraft. Der Heilige Geist befähigt jeden Gläubigen, in seiner oder ihrer Art Christus zu bezeugen und Menschen zur Versöhnung mit Gott aufzurufen. Christen behandeln Menschen mit anderen Glaubensauffassungen und Lebensweisen mit Liebe und Respekt, verkündigen jedoch in liebevoller Weise Christus als den einzigen Weg zur Erlösung aller Menschen. Obwohl in anderen Religionen Teilwahrheiten gefunden werden können, warnt die Schrift uns vor Vermischung und falschen Lehren.

Souveränität Gottes

Gott liebt die Welt und will, dass niemand verloren geht. In souveräner Gnade kann Gott einzelne Menschen in einer Art und Weise ansprechen, die das menschliche Verständnis übersteigt. Die Bibel lehrt, dass Menschen, die das Evangelium ablehnen, unter dem Urteil Gottes stehen; das ewige Schicksal derer, die nie das Evangelium gehört haben, liegt in Gottes Händen. Unsere Aufgabe ist allen Menschen in allen Kulturen Christus als den einzigen Heilsweg zu verkündigen. Der Richter der Erde wird gerecht handeln.

1. Mose 18,25; Jesaja 46,1-10; Hesekiel 33,1-20; Jona 1-4; Matthäus 5,13-16; Matthäus 8,5-13; Matthäus 22,34-40; Matthäus 25,31-46; Matthäus 28,18-20; Markus 1,15; Markus 7,24-30; Markus 12,28-34; Lukas 4,18-21; Lukas 10,25-37; Lukas 24,45-49; Johannes 1,12; Johannes 3,16; Johannes 4,8-42; Johannes 14,6; Johannes 20,21-23; Apostelgeschichte 1,8; Apostelgeschichte 4,12; Apos­telgeschichte 14,16-17; Apostelgeschichte 17,22-31; Römer 1,16-24; Römer 10,14-21; Römer 11,33-35; 1. Korinther 3,11; 2. Korinther 5,18-20; Epheser 3,10-11; 1. Timotheus 2,4-5; 2. Petrus 3,9.

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Artikel 9

Die christliche Taufe 

Wir glauben, dass Menschen, wenn sie das Erlösungsgeschenk Gottes angenommen haben, getauft werden sollen im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Bedeutung der Taufe

Die Taufe ist ein Zeichen des Abwaschens der Unreinheit durch die Sünde. Sie ist ein Bekenntnis, dass der Mensch sich von der Sünde abgewandt hat, indem er mit Christus der Sünde gestorben und zu neuem Leben auferstanden ist und den Heiligen Geist erhalten hat. Sie ist das Zeichen des Bundes mit Gott und mit der Gemeinde und eine persönliche Verpflichtung den Weg der Nachfolge in der Kraft des Geistes zu gehen und Christus mit den Gaben zu dienen, die Gott gibt.

Praxis der Taufe

Wir taufen die, die Jesus Christus als Herrn und Heiland bekennen und sich verpflichten als Mitglieder einer Ortsgemeinde Christus im Gehorsam nachzufolgen. Sie sollen deren Bedeutung verstehen, Christus und der Gemeinde gegenüber verantwortlich sein können und aus eigener Initiative, aufgrund ihrer Entscheidung für Jesus Christus, um die Taufe bitten.

Wir taufen durch Untertauchen, anerkennen aber auch andere Formen der Glaubenstaufe. Personen, die als Kleinkinder „getauft“ wurden und Mitglieder einer Mennoniten­ Brüdergemeinde werden wollen, sollen nach biblischem Vorbild aufgrund des Bekenntnisses ihres Glaubens getauft werden.

Matthäus 3,13-17; Matthäus 28,18-20; Apostelgeschichte 2,38-41; Apostelgeschichte 16,31-34; Römer 6,2-6; 1. Korinther 12,13; Galater 3,26-27; Epheser 4,4-6; Kolosser 2,12- 13; 1. Petrus 3,21.

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Artikel 10

Das Mahl des Herrn 

Die Bedeutung des Mahls

Die Gemeinde hält das Mahl des Herrn so, wie es Jesus anordnete. Das Brot und der Kelch erinnern an den gebrochenen Leib und das vergossene Blut Christi zur Erlösung der Gläubigen und der Bestätigung des Neuen Bundes. Die Teilnehmenden verkündigen die Errettungstat Jesu und bringen die Gemeinschaft und Einheit der Gemeinde mit Christus als Liebesmahl zum Ausdruck. Als Mahl des Lobes und Dankes stärkt es den Gläubigen, ruft zu treuer Nachfolge und erfüllt uns mit Vorfreude auf das zukünftige himmlische Hochzeitsmahl.

Die Ausübung

Zur Vorbereitung auf das Mahl des Herrn prüfen sich alle Gläubige selbst. Alle, die die Bedeutung des Mahls verstehen, Jesus Christus als Herrn in Wort und Leben bekennen und mit Gott und ihrer Gemeinde in Frieden leben, sind eingeladen teilzunehmen.

Matthäus 26,26-30; Markus 14,22-25; Lukas 22,14-20; Apostelgeschichte 2,41-47; 1. Korinther 10,16-17; 1. Korinther 11,23-32.

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Artikel 11

Jesus nachfolgen 

Wir glauben, dass Jesus alle Menschen in Seine Nachfolge ruft. Wer Seinem Ruf folgt wird durch den Heiligen Geist Jünger bzw. Jüngerin. Dieser befähigt sie im Denken und Tun der Macht der Sünde zu widerstehen und ein Leben in der Heiligung zu führen.

Das Gebet

Jesus nachzufolgen ist nicht in erster Linie eine Sache des Verhaltens, sondern Beziehungspflege mit Jesus. Durch das Gebet wächst die Beziehung und die Kraft zur gehorsamen Nachfolge. Alle Kinder Gottes haben durch den Heiligen Geist Zutritt in die Gegenwart Gottes, wo sie mit ihrem Lobpreis und ihren Gebeten teilhaben an der Gemeinschaft des Heiligen Geistes mit dem Vater und dem Sohn. Durch unsere Bitte um Rettung, Vergebung, Heilung und Führung bringen wir unsere Hilflosigkeit und Abhängigkeit zum Ausdruck und bezeugen gleichzeitig, dass wir allein von Gott Hilfe erwarten. Das persönliche Flehen und ganz besonders das gemeinsame Gebet hat die Verheißung von Gott erhört zu werden. Im Dank antworten wir auf Gottes Erhörung.

Das gehorsame Leben

Aus Liebe und Dankbarkeit zu ihrem Herrn sind Christen Gott gerne gehorsam. Sie bekennen ihre Sünden, tun Buße und erleben Gottes Gnade und Erneuerung in verbindlicher christlicher Gemeinschaft. Dadurch wachsen sie in ihrer Christusähnlichkeit, verherrlichen Gott und bezeugen Ihn in ihrem täglichen Leben.

Jesus lehrt, dass Jüngerschaft ein Weg der Selbstverleugnung ist und verspricht Segen denen, die um der Gerechtigkeit willen leiden. Jünger und Jüngerinnen sollen sich den weltlichen Werten und Systemen, der sündhaften Natur und dem Satan widersetzen. Sie sollen nicht durch materielle Dinge gebunden sein. Sie trachten danach, ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und ihren Besitz in den Dienst Jesu zu stellen. Ihren Mitmenschen begegnen sie mit Erbarmen und Sanftmütigkeit und suchen Wege der gewaltfreien Konfliktlösung im persönlichen wie im gesellschaftlichen Leben. Sie sind ehrlich und lehnen vulgäres und gedankenloses Gerede ab; sie versuchen Gerichtsverfahren zu vermeiden, besonders gegenüber Glaubensgeschwistern. Jünger und Jüngerinnen wahren sexuelle Reinheit und eheliche Treue und lehnen irregeleitete, voreheliche und außereheliche sexuelle Beziehungen, sowie Homosexualität ab. Jesus nachzufolgen bedeutet Ihm im Alltag treu zu sein, damit die Frucht seines Heiligen Geistes sich mehr und mehr im Leben zeigt.

Psalm 1; Psalm 119, Amos 5,24; Matthäus 18,15-20; Markus 8,34-38; Johannes 8,31-32; Johannes 13,34-35; Johannes 15,14-15; Apos­telgeschichte 2,41-47; Römer 1,24-32; Römer 8,1-30; Römer 12; 1. Korinther 6,9-11; 1. Korinther 11,1; 2. Korinther 8-­9; Galater 2,20; Galater 5,16-26; Galater 6,2; Epheser 5.1-20; Philipper 2,5-11; Kolosser 3,1-17; 1. Thessalonicher 4,3­-8; 1. Timotheus 1,9-11; 1. Timotheus 2,1-10; 2. Timotheus 3,14-17; Hebräer 12,1-3; Hebräer 13,4-5; Jakobus 1,22-27; Jakobus 4,7; 1. Petrus 2,20-25; 1. Petrus 3,15; 1. Petrus 5,8-9; 1. Johannes 1,6-9; 1. Johannes 2,15-17.

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Artikel 12

Single, Ehe und Familie 

Wir glauben, dass Sexualität ein göttliches Geschenk und Ehe und Familie eine göttliche Ordnung ist. Gott segnet sowohl Singles, als auch Ehepaare und Familien und ermutigt zum Wachstum in der Liebe.

Single

In der Bibel werden Singles in gleicher Weise wie Verheiratete geehrt und die Vorzüge beider Lebensweisen aufgezeigt. Die Gemeinde soll Singles segnen, respektieren und einbeziehen. Singles können mit ihren Möglichkeiten das Reich Gottes auf ihre besondere Weise fördern. Gott ruft alle Menschen auf, ob ledig oder verheiratet, ein reines Leben zu führen.

Ehe

Wir glauben, dass Gott die Ehe einsetzte zur intimen, geistlichen Gemeinschaft von Mann und Frau. In der Ehe finden zwei reife Partner ihre Erfüllung, indem sie Liebe, Sorge, Freude, Ideale, Lebensziele und Verantwortung teilen. Sexuelle Intimität hat nur innerhalb der Ehe ihren berechtigten Platz. Die Ehe soll gekennzeichnet sein von Liebe, lebenslanger Treue und gegenseitiger Unterordnung. Christen sollten Christen heiraten und einander im geistlichen Wachstum fördern.

Die Gemeinde segnet und fördert liebevolle Ehebeziehungen. Sie unternimmt alles, um in Krisen geratene Ehen zu helfen und zu heilen.

Ehen können scheitern – aufgrund menschlichen Versagens und sündhaften Verhaltens. Niemals entspricht dies Gottes Absicht, doch gelegentlich wird eine Gemeinde mit Wahrheit und Mitgefühl den Prozess einer Scheidung begleiten müssen. Geschiedenen spricht sie Hoffnung und Heilung zu, während sie das biblische Gebot ehelicher Treue wahrt.

Familie

Gläubige Eltern sehen ihre Kinder als Gabe Gottes. Eltern sollen ihre Kinder durch ein vorbildliches, gottesfürchtiges Leben erziehen, indem sie liebevoll für sie sorgen, für sie beten, in der Schrift unterweisen und sie zu einem Gott wohlgefälligen Leben ermutigen. Sie erziehen sie mit Disziplin, achten und schützen aber ihre Würde und Persönlichkeit.

Kinder sollen ihre Eltern ehren und ihnen gehorchen, weil sie auch dadurch zu Persönlichkeiten reifen können, die Gott gebrauchen kann.

Familienbeziehungen können scheitern doch durch Vergebung können Eltern und Kinder wieder frei werden Gottes Liebe zu erfahren. Alleinerziehenden, Witwen und Waisen wollen wir als Gemeinde Familie Gottes sein. Sie brauchen in besonderer Weise Seinen Schutz und Segen.

1. Mose 1,26-31; 1. Mose 2,18-24; 1. Mose 5,1-2; 1. Mose 12,1-3; 2. Mose 22,15-16; 3. Mose 18,22; 3. Mose 20,13; 5. Mose 6,4; 5. Mose 24,1-4; Psalm 127,3-5; Sprüche 31; Matthäus 5,32; Matthäus 10,34-39; Matthäus 19,3-12; Matthäus 22,23-33; Markus 3,31-35; Markus 7,9-13; Markus 10,6-11; Lukas 16,18; Römer 7,2-3; Römer 14,12; 1. Korinther 7,8-40; 2. Korinther 6,14-15; Epheser 5,21-33; Epheser 6,1-4; 1. Timotheus 3,1-13; 1. Timotheus 5,3-16; Hebräer 13,4; Jakobus 1,27; I. Petrus 3,1-7.

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Artikel 13

Gesellschaft und Staat 

Die staatliche Ordnung, von Gott eingesetzt

Wir glauben, dass Gott staatliche Ordnung eingesetzt hat, damit sie das Wohlergehen aller Menschen fördert. Nachfolger Christi respektieren Regierung und beten für sie. Christen engagieren sich – gemeinsam mit Anderen in der Gesellschaft – um Schwachen beizustehen, für Arme zu sorgen und Gerechtigkeit, Rechtschaffenheit und Wahrhaftigkeit zu fördern. Gläubige stellen sich gegen alle Arten von Korruption, Diskriminierung und Ungerechtigkeit. Sie nehmen ihre Verantwortung in der Gesellschaft wahr, bezahlen ihre Steuern und leisten allen Gesetzen Gehorsam, die nicht in Konflikt mit dem Wort Gottes stehen. Sie halten daran fest, dass die staatliche Ordnung nicht das Reiches Gottes ist.

Gott hat Regierungen Autorität gegeben, Ordnung aufrechtzuerhalten und Gesetzesübertreter zu bestrafen. Nachfolger und Nachfolgerinnen Christi respektieren und beten für die Regierung, damit ein stilles, ruhiges Leben geführt werden kann. Sie treten dafür ein, dass in der Ausübung staatlicher Gewalt Leben geschützt und nicht vernichtet wird.

Des Christen Loyalität

Die Treue und Loyalität aller Christen muss dem Reich Gottes gelten, nicht dem Staat oder der Gesellschaft. Weil ihr Bürgerrecht im Himmel ist, werden Christen aufgerufen dem Staat niemals dieselbe Loyalität zu geben wie sie Gott gebührt. Als Repräsentanten Christi sind sie Botschafter der Versöhnung und setzen sich für das Wohlergehen aller Völker ein. Die Trennung von Staat und Kirche ist Ausdruck und Voraussetzung der Freiheit der Gemeinde Jesu, sich auch kritisch mit kulturellen und gesellschaftlichen Werten auseinander zu setzen. Das Volk Gottes ist als alternative Gemeinschaft daher auch bereit Verfolgung zu leiden, denn es weiß, dass Sünde, Schuld und Tod nicht die Vorherrschaft behalten werden.

Da Christen immer die Wahrheit sagen sollten, bedarf es keiner besonderen Beteuerungsformeln – weder vor Behörden noch untereinander. Gläubige können nicht Mitglieder geheimer Organisationen sein, die im Widerspruch zu Gottes Wort und seiner Gemeinde stehen. Christen sind zu allen Zeiten aufgerufen als treue Zeugen in dieser Welt zu leben und solche Zwänge abzulehnen, die eine Gefährdung der christlichen Integrität bedeuten könnten.

2. Mose 20,13; 3. Mose 19,11; Psalm 82,3-4; Jeremia 29,7; Daniel 2,21; Daniel 3,17-18; Daniel 4,17; Matthäus 5,13-16. 33-37; Matthäus 6,33; Matthäus 17,24-27; Matthäus 22,17-21; Johannes 15,19; Johannes 17,14-18; Apostelgeschichte 5,29; Römer 13,1-7; ,1. Korinther 5,9-13; 2. Korinther 6,14-18; Epheser 5,6-13; Philipper 1,27; Philipper 3,20; 1. Timotheus 2,1-4; Titus 3,1-2; Jakobus 5,12; 1. Petrus 2,13-17

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Artikel 14

Nächstenliebe und Gewaltlosigkeit 

Gottes Gemeinschaft des Friedens

Als Kinder Gottes glauben wir, dass Gott Menschen mit sich selbst und untereinander versöhnt, indem er durch das Leben und Sterben Christi Frieden schafft. Die Gemeinde ist die Gemeinschaft des Friedens, in der erlöste Menschen in Liebe miteinander leben. Unsere Verbundenheit überwindet alle ethnische, rassistische, gesellschaftliche, geschlechtliche, generationsbedingte und kulturelle Hindernisse. Wir wenden uns ab vom Hass auf Feinde und von der Achtlosigkeit gegenüber dem Nächsten und hin zu einem Leben in Liebe und Gerechtigkeit allen gegenüber.

Christen stiften Frieden

Das böse, brutale und unmenschliche Wesen des Krieges und der Gewalt in jeder Form steht im Widerspruch zur neuen Natur des Christen und zum Evangelium der Liebe. Unsere missionarische Verantwortung ist Christus, den Friedefürsten, als Antwort auf menschliche Not, Ungerechtigkeit, Feindschaft und Gewalttätigkeit darzustellen.

Wir streben danach, in allen Beziehungen Gottes Werkzeuge der Versöhnung und Friedensstifter zu sein. Dies schließt sowohl Situationen ein, in denen wir persönlich Unrecht erleiden, als auch Situationen gesellschaftlicher Umwälzungen und internationaler Spannungen. Besonders in diesen Situationen werden wir von Jesus aufgerufen und bevollmächtigt Feindesliebe zu praktizieren. Wir glauben, dass Christen in einem Ersatz- und Friedensdienst besser das Wesen Christi darstellen können als in einem militärischen Umfeld.

2. Mose 20,1-17; Matthäus 5,17-28; Matthäus 38-48; Römer 12,9­-21; Römer 13,8-10; 1. Petrus 2,19-23.

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Artikel 15

Die Würde des menschlichen Lebens 

Wir glauben, dass Gott der Herr und Schöpfer allen menschlichen Lebens ist. Jede Person ist im Bilde Gottes geschaffen und sollte Anerkennung und Fürsorge finden. Darum wider­stehen wir allen Handlungen und Einstellungen, die das menschliche Leben entwerten. Ungeborene, Kinder, Behinderte, sozial Schwache, Alte und Sterbende sind solchen Ungerechtigkeiten besonders schutzlos ausgesetzt. Christus fordert seine Jüngerinnen und Jünger auf sich für diese Schutzlosen einzusetzen und sich ihrer anzunehmen. Sie sind dazu berufen, sich Schwachen und Notleidenden zuzuwenden und ihnen liebevoll in Anleitung zu Selbsthilfe, in Diakonie und Pflege beizustehen.

Als Christen sind wir berufen uns abzuwenden von einem Lebensstil, der uns schadet, hin zu einem Lebensstil, der Ganzheitlichkeit, Heilung, Freude und Frieden fördert.

Jedes menschliche Leben ist Gott überaus wertvoll. Nur Ihm steht die endgültige Entscheidung über Leben und Tod zu. Deshalb glauben wir, dass Eingriffe mit dem Ziel Leben zu beenden, wie beispielsweise Abtreibung, Euthanasie und aktive Sterbehilfe, die Souveränität Gottes verletzen. Wir schätzen die Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft, erkennen jedoch, dass der Versuch, das Leben auf unbestimmte Zeit zu verlängern, Grenzen hat. Genauso gilt es in der Abhängigkeit zu Gott Grenzen und Möglichkeiten biologischer Forschung abzuwägen. In allen komplexen ethischen Entscheidungen über Fortpflanzung, Leben und Tod versuchen wir im Rahmen der christlichen Gemeinschaft Hoffnung und Heilung, Unterstützung und Beratung, Korrektur und Maßstäbe anzubieten.

1. Mose 1,26-27; 1. Mose 2,7; 2. Mose 20,13; Hiob 31.15; Amos 1-2; Matthäus 6,25-27; 25,31-46; Johannes 10,11.

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Artikel 16

Verantwortungsbewusstes Leben 

Gottes Schöpfungsauftrag

Wir glauben, dass Gott dem Schöpfer das Universum und alle Dinge gehören. Er hat den Menschen die Erde und deren Ressourcen anvertraut. Gute Haushalter gebrauchen und verteilen den Reichtum der Erde zum Wohl allen Lebens, widersetzen sich jedoch der Ausbeu­tung der Erde und seiner Bewohner. Alle Gaben Gottes sollen dankbar angenommen und verantwortlich verwendet werden.

Großzügiges Geben

Wer Jesus als Herrn bekennt erfährt auch bezüglich materiellen Besitzes eine Sinnesänderung. Ein maßloses Leben und Streben nach Gütern zur persönlichen Bereicherung stehen im Wider­spruch zum Wort Gottes und dem Vorbild Jesu. Jesu Warnung lautet, dass wir nicht Gott und dem Reichtum dienen können.

Die Bibel lehrt ein freudiges, opferbereites und dem Einkommen entsprechendes Geben als dankbare Erwiderung auf die Güte Gottes. Christen verstehen sich nicht als Eigentümer ihres Besitzes, sondern als großzügige Verwalter ihrer Gaben zur Ehre Gottes. In ihrem Umgang mit Geld, Zeit, Fähigkeiten und Einfluss teilen sie mit Armen und Notleidenden und helfen sich gegenseitig in der Gemeinde. Gottes Kinder streben nach einer Lebensweise der Einfachheit und Zufriedenheit.

1. Mose 1,28; 3. Mose 25; Psalm 24,1; Psalm 115,16; Sprüche 14,31; Amos 6,4-7; Maleachi 3,6-10, Matthäus 6,19-34; Matthäus 25,14-30; Lukas 6,38; Lukas 12,13-21; Apostelgeschichte 2,42-47; Apostelgeschichte 4,32-37; 1. Korinther 4,7; 1. Korinther 16,2; 2. Korinther 8-9; Galater 6,7; Epheser 4,28; 1. Timotheus 6,6-10; 1. Timotheus 6,17-19; Jakobus 2,1-7, 15-16; Jakobus 5,1-6; 1. Johannes 3,16-18; Judas 11.

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Artikel 17

Arbeit, Ruhe und der Tag des Herrn 

Wir glauben, dass Gottes Schöpfungsakt das Beispiel aller menschlichen Aktivität und Ruhe ist.

Arbeit

Als Ebenbild Gottes arbeiten Christen treu und ihren Fähigkeiten entsprechend am Auftrag Gottes mit diese Schöpfung zu gestalten und zu bewahren. Sie sollen ihre Fähigkeiten und Mittel zur Ehre Gottes und zum Dienst an ihren Mitmenschen einsetzen. Weil sie in allem Gott und Seinem Reich dienen, sind alle Gläubigen aufgerufen ehrlich und fleißig zu arbeiten und Andere mit Respekt und Würde zu behandeln.

Ruhe

So wie Gott am siebten Tag ruhte, werden die Menschen aufgefordert, regelmäßige Ruhezeiten einzuhalten und sich währenddessen auf das Notwendige und auf Dienste der Barmherzigkeit einzuschränken. Die Ruhe ist ein Ausdruck des Dankes und des Vertrauens, dass Gott für uns sorgt. Er erhält uns und nicht unsere Arbeit. Ruhe ist Ausdruck der Hoffnung der zukünftigen Ruhe, die uns durch die Auferstehung Jesu versichert ist.

Der Tag des Herrn

Nach dem Beispiel des Neuen Testaments versammeln sich die Gläubigen am ersten Tag der Woche um Jesu Auferstehung zu gedenken. Am Tag des Herrn stärken sich Gläubige durch Anbetung, Lehre im Wort, Gebet, Brotbrechen, Gemeinschaft und Dienst.

1. Mose 1,26-2,3; 1. Mose 2,15; 1. Mose 3,14-19; 2. Mose 20,8-­11; 3. Mose 25,1-7; 5. Mose 5,12-15; Psalm 46,10; Psalm 95,6­-11; Prediger 3,13; Markus 2,23-3,6; Lukas 24,1-36; Apostelgeschichte 2,42-47; Apostelgeschichte 20,7; Römer 14,5-10; 1. Korinther 16,2; Epheser 6,5-9; Kolosser 2,16-17; Kolosser 3,22­ 4,1; 2. Thessalonicher 3,6-10; Hebräer 4,1-10; Hebräer 10,23-25; Offenbarung 1,10.

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Artikel 18

Der Sieg Christi 

Wir glauben, dass unser Herr Jesus Christus am Ende dieses Zeitalters in sichtbarer, triumphierender Weise wiederkommen wird. Die Gemeinde muss immer darauf vorbereitet sein dem Herrn zu begegnen und in Erwartung auf seine baldige Rückkehr leben.

Die letzten Tage

Wir leben seit dem ersten Kommen Christi in den „letzten Tagen“. In dieser Gnadenzeit bezeugt die Gemeinde Jesus Christus durch die Kraft des Heiligen Geistes. Weil sie Zeugen für Christus sind erdulden Gläubige oft Leiden und Verfolgung. Trotz des Widerstandes böser Mächte wird der Gemeinde ein endgültiger Sieg des Reiches Christi zugesichert.

Tod und Auferstehung

Weil Christus dem Tod durch seine Auferstehung die Macht genommen hat, brauchen Gläubige sich vor dem Tod nicht zu fürchten. Nachfolger Christi leben und sterben im Herrn. Wenn Christus wiederkommt, werden sie wieder auferweckt werden und zusammen mit den Gläubigen, die noch auf der Erde leben, entrückt. Sie werden verwandelt und erhalten neue, herrliche Körper.

Gericht

Wenn Christus wiederkommt, wird er alle Menschen richten. Alle bösen Mächte und der Tod werden vernichtet. Satan und alle, die Christus abgelehnt haben, werden die Qualen der endlosen Hölle erleiden, wo sie für immer von Gott getrennt sind. Gläubige treten vor den Richterstuhl Christi, wo ihr Dienst belohnt und ihr Leben beurteilt wird. Durch die Gnade Gottes gehen sie ein zur ewigen Freude des Reiches Gottes.

Die neue Schöpfung

Wenn Jesus erscheint, werden alle Kinder Gottes mit Ihm vereint und mit Ihm in Herrlichkeit regieren. Schmerzen, Leid und Tod werden aufgehoben sein und die Erlösten werden in einem neuen Himmel und einer neuen Erde leben und gemeinsam mit den Engeln Gott für immer anbeten. Gott wird alle Dinge neu machen und alles in allem sein. Dies ist die Hoffnung aller Gläubigen.

Matthäus 24,29-31; Matthäus 25,13; Markus 13,32-37; Lukas 16,9; Lukas 23,43; Johannes 14,1-3; Apostelgeschichte 2,17; Römer 8,18-22; 1. Korinther 3,13-15; 1. Korinther 15,26; 2. Korinther 5,10; Philipper 1,23; 1. Thessalonicher 4,13-18; 1. Thessalonicher 5,1-11; 2. Thessalonicher 1,5-­12,2. Thessalonicher 2,1-12; Titus 2,13; Hebräer 1,2; Hebräer 9,26-28; 1. Petrus 1,20; 1. Petrus 4,7; 1. Johannes 2,18; 1. Johannes 3,2-3; Offenbarung 19,17-21; Offenbarung 20,7-15; Offenbarung 21-22.

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Stand: März 2006

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