Mennoniten sind Freikirchen

Nach unserer Überzeugung ist es für einen Christen notwendig, sich verbindlich einer örtlichen Gemeinde anzuschließen und seine, ihm von Gott gegebenen Gaben, zum Wohle der ganzen Gemeinde einzusetzen. Wir nehmen als Mitglieder in die Gemeinde nur auf, wer in der Taufe auf Grund seines Glaubens bezeugt, dass er mit Christus gestorben und zu einem neuen Leben auferstanden ist.

„So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.” (Römer 6.4)

Gemeinde verstehen wir als Lebensgemeinschaft, in der Menschen einander zugetan sind wie die Mitglieder einer Familie. Wie diese hat auch die Gemeinde nur dann einen festen Bestand, wenn das Zusammenleben geprägt ist von Liebe und Barmherzigkeit.

Jesus Christus sagte: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.” (Johannes Evangelium 13.34-35)

Das bedeutet nicht, dass es keine Meinungsverschiedenheiten und Probleme in unseren Gemeinden gibt Wir sind aber bemüht, diese Probleme im Geist der Liebe zu lösen.

Menschen, die uns von Gott anvertraut sind, haben ein Recht auf biblische Unterweisung und Stärkung ihres Glaubens. Dazu dienen verschiedene Veranstaltungen wie Gottesdienste, Schulungen, Jugendstunden, Frauenkreise etc., aber auch persönliche Zuwendung und Seelsorge. Größer gewordene Gemeinden versuchen die optimale Betreuung ihrer Mitglieder durch die Bildung von Kleingruppen zu erreichen, die deshalb meist Hauskreise genannt werden, weil sie vorwiegend in den Wohnzimmern der Gemeindeglieder stattfinden. Die Gemeinde trifft sich auch nach allgemeiner christlicher Tradition am Sonntag Vormittag zum Gottesdienst, in dem zum einen die Verkündigung des Wort Gottes im Mittelpunkt steht, aber auch die Verherrlichung Gottes durch Anbetung und Gebet ein wesentlicher Bestandteil ist. In bestimmten Abständen wird das Mahl des Herrn (Abendmahl) gefeiert.

Wir anerkennen in der örtlichen Gemeinde die Leitung durch Älteste, deren Vorbilder in der Bibel vorzufinden sind. Nach entsprechender Vorbereitung in Arbeitskreisen werden die meisten Aktivitäten in den Gemeindeversammlungen entschieden. Es wird eine möglichst breite Einbindung aller Gemeindeglieder angestrebt. Die meisten Dienste in der Gemeinde erfolgen ehrenamtlich und ohne Entgelt. Bei Bedarf werden entlohnte Voll- oder Teilzeitmitarbeiter angestellt. Alle finanziellen Mittel, die für die Aufrechterhaltung des Gemeindelebens aufgebracht werden müssen, sind Spenden von eigenen Gemeindegliedern und Freunden der Gemeinde. Aus speziell gewidmeten Mitteln finanzieren sich auch soziale Hilfeleistungen, da wir uns auch zum diakonischen Auftrag der Gemeinde bekennen. Das soziale Netz unserer Gesellschaft bewirkt, dass solche Dienste und Gaben meist Projekten internationaler christlicher Missionen in Entwicklungsländern oder Hilfsaktionen in Krisengebieten zugute kommen. Gelegentlich wird auch österreichischen Glaubensgeschwistern geholfen oder es werden Projekte anderer Gemeinden unterstützt.

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