Neunmalweise

Auf der MFÖ Mitarbeiter Klausur Ende Januar 2014 und im Laufe dieses Frühjahres haben wir uns mit „Jüngerschaft“ beschäftigt. Dazu wurden eine Auswahl von Titeln aus dem Neufeld Verlag gelesen, sehr engagiert vorgestellt und rezensiert, die wir in einer kleinen dreiteiligen Reihe hier veröffentlichen möchte. Ein herzlichen Dank jetzt schon an alle Rezensenten! Wir wünschen eine anregende Lektüre! Den Beginn machen wir mit:

neufeld-verlag_neunmalweiseNeunmalweise – LebensMuster zum Nachdenken und Selberglauben

Christoph Schmitter

Neufeld Verlag Schwarzenfeld, 2012
ISBN: 978-3-86256-024-0
Pb., 272 Seiten, Preis: 14,90 €

Viele Evangelisten und Prediger rufen zur Bekehrung auf. Jesus hat zur Nachfolge aufgerufen. Vielleicht meinen beide Begriffe dasselbe. Vielleicht gibt es aber doch einen entscheidenden Unterschied. Denn es scheint Bekehrte zu geben, die keine Nachfolger sind.

Dieses Buch von Christopf Schmitter, einem Pastor der CityChurch in Würzburg, ist für Menschen geschrieben, die Jesus nachfolgen wollen, die nicht mit einem „Sonntagsglauben“ zufrieden sind, sondern die wollen, dass „der Glaube wirklich im Alltag ankommt und tatsächlich das Leben verändert, Persönlichkeit entwickelt, Charakter prägt, der Seele Gewicht gibt.“ (Seite 14)

Jedes der neun Kapitel dieses Buches beschreibt ein LebensMuster und stellt ein LebensBild an den Anfang – die Erfahrung eines Menschen aus dem Umfeld der CityChurch, die das LebensMuster des Kapitels verdeutlicht. Im zweiten Teil jedes Kapitels beschreibt der gebürtige Schweizer Pastor die LebensWelt, wie er sie sieht und warum er glaubt, „dass das LebensMuster für das Leben in dieser Welt Bedeutung hat.“ (Seite 16)

Im jeweiligen dritten Abschnitt zeichnet der Autor nach, wo wir das betreffende LebensMuster im Leben Jesu entdecken können und überträgt es auf unser Leben. es folgen dann noch ganz praktische Vorschläge, wie man die LebensMuster nachmachen kann, oder wie aus dem Nachmachen das Selberglauben werden kann.

Das Buch hat Tiefgang und ist trotzdem mit viel Humor geschrieben – wie zum Beispiel die Fußnote auf Seite 85: „Solltest du doch auf einer einsamen Insel sitzen, fühle ich mich geehrt, dass du ausgerechnet mein Buch mitgenommen hast.“ Es sind viele prägnante Sätze eingestreut, die allein schon den Preis des Bucher wert wären (zum Beispiel auf Seite 172: „Man kann sich ans Nur-Hören-und-nicht-Tun gewöhnen, man kann eine Evangeliums-Resistenz entwickeln“).

Obwohl es um ernsthafte Nachfolge geht, ist das Buch nicht nur für die Menschen geschrieben, die Jesus schon kennen und ihm nachfolgen wollen. Es ist auch für „Bekehrte“ zu empfehlen, die bisher noch keine Fortschritte in ihrem Glaubensleben gemacht haben, und Schmitter verspricht sogar demjenigen, der seinen Glauben nicht teilt, dass er für sein Leben profitieren wird, auch wenn er dem christlichen Glauben am Ende immer noch skeptisch gegenübersteht (Seite 12-13). Dem würde ich zustimmen.

Wolfgang (Wels)

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